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IP67

IP67 bezeichnet eine Schutzart, die angibt, wie gut ein Gehäuse oder ein Koffersystem gegen das Eindringen von Staub und Wasser geschützt ist. Im industriellen Umfeld, bei Serviceeinsätzen vor Ort und beim sicheren Transport empfindlicher Geräte spielt IP67 eine zentrale Rolle. Für die Produkte der KKC Koffer GmbH - von robusten Koffern über robuste Aluminium Koffer für Profis und Kunststoffkoffer bis hin zu Transportbehältern, Schaumstoffeinlagen, Branding, dem X-PCK Rucksack Koffer und dem Mobilen Arbeits-Tisch im Koffer - beschreibt IP67 den erreichbaren Schutz im geschlossenen Zustand und liefert Planungs- und Fertigungskriterien für den Einsatz in rauen Umgebungen.

Definition: Was versteht man unter IP67?

Die Schutzart IP67 folgt dem internationalen Kennzeichnungssystem für den Schutz gegen Berührung, Fremdkörper und Wasser. Die erste Kennziffer „6“ steht für staubdicht (kein Eindringen von Staub; vollständiger Berührungsschutz). Die zweite Kennziffer „7“ bedeutet Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen - typischerweise bis 1 Meter Wassertiefe für 30 Minuten unter spezifizierten Bedingungen. IP67 sagt nichts aus über Beständigkeit gegen Strahlwasser (IP66), dauerhaftes Untertauchen (IP68), Stöße (IK), Chemikalien, UV-Strahlung oder extreme Temperaturen. Für Koffersysteme gilt die Schutzart stets für das komplett geschlossene System inklusive Dichtungen, Verschlüssen, Scharnieren und eventuellen Durchführungen.

Schutzgrad richtig einordnen: IP65, IP66, IP67, IP68

IP67 ist staubdicht und gegen temporäres Untertauchen geschützt. Gegenüber IP65 (Strahlwasser aus Düse) und IP66 (starkes Strahlwasser) richtet sich IP67 vorrangig an Szenarien mit kurzzeitiger Flutung, Starkregen, Pfützen oder kurzzeitigem Eintauchen. IP68 kann bei dauerhaftem Untertauchen nötig sein, erfordert jedoch eine gesonderte Tiefe-/Zeit-Spezifikation. In der Praxis führen höhere Schutzanforderungen oft zu konstruktiven Kompromissen, etwa beim Druckausgleich oder bei Bedienöffnungen. Es gilt, die reale Umgebung und die Transport- und Einsatzphasen zu definieren: Für Transportkoffer für den Außendienst oder Industriekoffer ist IP67 häufig der ausgewogene Schutzgrad.

Konstruktive Merkmale von IP67-Koffern und Transportbehältern

Ob Aluminium Koffer, Kunststoffkoffer oder großvolumige Transportbehälter: IP67 entsteht durch das Zusammenspiel aus Gehäusegeometrie, Dichtungstechnik, Verschlussmechanik und Fertigungstoleranzen. Die KKC Koffer GmbH realisiert dies in einer spezialisierten Manufaktur für B2B-Koffer, in der Bauteile und Einbauten aufeinander abgestimmt werden.

Dichtungstechnik

  • Gesamtauslegung der Dichtfuge zwischen Deckel und Unterteil (Kompressionsweg, Flächenpressung, Geometrie).
  • Materialwahl (z. B. EPDM, NBR, Silikon) in Abhängigkeit von Temperatur, Medienkontakt und Alterungsbeständigkeit.
  • Saubere Auflageflächen; Schutz vor Kerben, Spänen und Partikeln, die Dichtkanten schädigen könnten.

Verschluss- und Scharnierdesign

  • Verschlüsse mit reproduzierbarer Anpresskraft, gleichmäßiger Kompression über den Umfang.
  • Scharnierauslegung ohne Spaltöffnungen unter Last; präzise Passung gegen Verzug.

Materialwahl: Aluminium Koffer vs. Kunststoffkoffer

  • Aluminium Koffer: hohe Formstabilität, leitfähige Oberfläche (EMV-Konzepte möglich), Fugenbearbeitung entscheidend.
  • Kunststoffkoffer: korrosionsfrei, oft geringeres Gewicht, Dichtung häufig integraler Bestandteil der Gehäusekontur.

Einbauten und Schaumstoffeinlagen

  • Schaumstoffeinlagen sichern Geräte und reduzieren Relativbewegungen, beeinflussen aber nicht die Schutzart; offene Poren können Wasser aufnehmen, geschlossenzellige Materialien minimieren dies.
  • Durchbrüche für Kabel, Stecker oder Displays benötigen separate Abdichtungen oder Abdeckungen.

Qualitätssicherung und Prüfung

  • Staubprüfung: staubdichtes Ergebnis ohne Partikeleintritt.
  • Tauchprüfung: spezifizierte Wassertiefe und Zeit; Fokus auf Fugen, Verschlüsse und Durchführungen.
  • Seriennahe Prüflinge: Prüfung im fertigen, voll bestückten Zustand erhöht Aussagekraft.

IP67 im Kontext der Produkte der KKC Koffer GmbH

Die KKC Koffer GmbH mit Sitz in Stemwede-Levern entwickelt B2B-Koffer und -Behälter, die auf Schutz, Struktur und präzise Geräteaufnahme ausgelegt sind. IP67 wird dabei entlang der Produktfamilien unterschiedlich umgesetzt:

  • Koffer und Transportbehälter: robuste Gehäuse mit umlaufender Dichtung, auf gleichmäßige Deckelkompression abgestimmt.
  • Aluminium Koffer: präzise Fugenbearbeitung, definierte Verschlusskräfte und korrekte O-Ring-Sitze für die Schutzart.
  • Kunststoffkoffer: spritzgegossene oder tiefgezogene Geometrien mit integrierten Dichtaufnahmen, definierte Verriegelungspunkte.
  • Schaumstoffeinlagen: konturgeschnitten zur Fixierung; Option auf wasserabweisende Oberflächen oder geschlossenzellige Materialien.
  • Branding: dauerhafte Kennzeichnung von Eigentum, Sicherheits- oder Hinweispiktogrammen; IP-Angaben sollten nur nach verifizierter Prüfung erfolgen.
  • X-PCK Rucksack Koffer: mobil getragenes Hartschalensystem; IP67 im geschlossenen Zustand, besondere Beachtung von Dichtverhalten bei dynamischer Beanspruchung.
  • Mobiler Arbeits-Tisch im Koffer: IP67 bezieht sich auf den Transportzustand; im geöffneten Arbeitsmodus gelten die IP-Voraussetzungen nicht mehr. Durchführungen für Strom oder Daten erfordern abdichtbare Schnittstellen.

Typische Anforderungen aus den Einsatzbereichen

Je nach Branche und Anwendung variiert die funktionale Bedeutung von IP67, von der Transportphase bis zum mobilen Einsatz am Objekt.

Gerätekoffer und Professionelle Maschinen Koffer

Empfindliche Aggregate, Steuerungen oder Kalibrierstände benötigen beim Transport staub- und wassergeschützte Gehäuse. IP67 reduziert das Risiko von Ausfällen durch Feuchtigkeit, Kondenswasser oder Staubeintrag.

Koffer für Messgeräte und Elektrotechnik

Präzisionssensorik und elektrische Baugruppen reagieren sensibel auf Feuchte. IP67 schützt Leiterplatten, Steckverbinder und Messelektronik während Lagerung und Anfahrt; für den Messbetrieb kommen abdichtbare Durchführungen oder Abdeckungen zum Einsatz.

Koffer für Medizintechnik

Sauberkeit und Dichtheit sind zentral. IP67 erleichtert die Reinigung der Außenflächen und schützt den Inhalt vor Spritzwasser und kurzzeitigem Untertauchen. Material- und Reinigungsmittelverträglichkeit sind gesondert zu betrachten.

Industriekoffer und Spezialkoffer

Raues Umfeld, Staub, Schlamm und Wetterwechsel. IP67 adressiert diese Belastungen, erfordert aber eine sorgfältige Abstimmung von Dichtungen, Verschlüssen und inneren Halterungen.

Demokoffer, Musterkoffer, Präsentationskoffer

Bei Outdoor-Demos oder auf Baustellen schützt IP67 die Exponate während Anfahrt, Zwischenlagerung und kurzzeitiger Exposition gegen Regen oder Pfützen.

Professionelle Koffer für Handwerker

Auf Baustellen treffen Staub und Feuchte zusammen. IP67 hilft, Werkzeuge, Prüfgeräte und Verbrauchsmaterial vor Schmutz und Nässe zu bewahren; die Funktionalität der Verschlüsse bleibt auch unter Verschmutzung erhalten, wenn die Dichtflächen gepflegt werden.

Planung und Spezifikation: So wird IP67 für Kofferlösungen festgelegt

Die Schutzart muss zur realen Umgebung, zum Prozess und zum Produkt passen. Erst die Kombination aus Gehäuse, Dichtung, Verschluss und Einbauten erreicht das Zielniveau - im Labor und im Einsatz.

  1. Umgebung definieren: Staubarten, Regen, Spritzwasser, mögliche Flutung, Temperaturspanne, UV-Einfluss.
  2. Lebenszyklus betrachten: Transport, Lagerung, Einsatz; geschlossen vs. geöffnet; Bedien- und Servicephasen.
  3. Durchbrüche planen: Strom, Daten, Lüftung; abdichtbare Schnittstellen, Abdeckungen oder Membranen vorsehen.
  4. Materialwahl treffen: Aluminium oder Kunststoff in Bezug auf Steifigkeit, Gewicht, Korrosions- und Medienbeständigkeit.
  5. Dichtungsauslegung: Material, Kompression, Führung und Wartbarkeit; Austauschbarkeit berücksichtigen.
  6. Verschlusskonzept: Anpresskraft, Bedienbarkeit mit Handschuhen, Toleranzkette über den Umfang.
  7. Schaumstoffeinlagen: konturgenau, medienverträglich, möglichst geschlossenzellig; Wasserablauf und Trocknung bedenken.
  8. Prototypenbau und Prüfung: reale Bestückung, Staub- und Tauchtests; Dichtigkeitsinspektion an Fugen und Durchführungen.
  9. Dokumentation und Kennzeichnung: Schutzart nur nach verifizierter Prüfung anbringen; Pflege- und Wartungshinweise ergänzen.

Besonderheiten beim „Mobilen Arbeits-Tisch im Koffer“

Dieses Produkt vereint Transport, Schutz und Arbeitsplatz in einer Einheit. IP67 bezieht sich auf den geschlossenen Zustand während Transport und Lagerung. Bei geöffnetem Deckel wird die Schutzart nicht angewendet; relevante Schnittstellen (Strom, Daten) sollten abdichtbar ausgeführt sein. Typische Anwender sind Prüfunternehmen, IT-Dienstleister, Service-Handwerker, Mobile-Handwerker, Messtechnik-Hersteller, Klimatechnik, Moderatoren, Berater, Messeausruester, Elektro-Anlagenbau, Elektro-Installation und der Maschinenbau.

Abgrenzung und technische Grenzen von IP67

IP67 ist ein Dichtigkeitskriterium, ersetzt jedoch keine Aussagen zu Stoß- oder Schlagfestigkeit (IK), chemischer Beständigkeit, UV-Stabilität oder Salznebelbeständigkeit. Für mechanische Belastungen sollten separate Prüfungen vorgesehen werden. Bei längerem Untertauchen oder höherer Wassertiefe sind abweichende Spezifikationen erforderlich.

Druckausgleich, Kondensation und Klimamanagement

Temperatursprünge erzeugen Unter- oder Überdruck im Koffer. Ohne Druckausgleich kann dies Dichtungen belasten oder das Öffnen erschweren. Membranbasierte Druckausgleichselemente reduzieren diesen Effekt, erfordern jedoch eine abgestimmte Auswahl, um die IP67-Ziele zu erhalten. Kondensationsmanagement - etwa durch adsorptive Einlagen - kann im Feld den Inhalt zusätzlich schützen.

Pflege, Wartung und Lebensdauer der Dichtungen

  • Dichtflächen sauber halten; Sand und Späne entfernen, bevor der Koffer geschlossen wird.
  • Dichtungen regelmäßig auf Risse, Quetschungen oder Materialermüdung prüfen; bei Bedarf austauschen.
  • Verschlüsse nicht überlasten; gleichmäßige Kompression sichert die Schutzart über die Lebensdauer.
  • Reinigungsmittelverträglichkeit beachten; starke Lösemittel können Dichtungen angreifen.

Fehlerbilder und Risikominimierung

  • Unvollständig verriegelte Verschlüsse: führen zu Leckpfaden; klare Schließindikationen helfen.
  • Ungeplante Durchführungen: Kabel im Falz stören die Dichtung; abdichtbare Kupplungen oder externe Schnittstellen vorsehen.
  • Überfüllung: zu hoher Innendruck verformt den Deckel; Einlagen so auslegen, dass Deckel sauber schließt.
  • Schaumstoffsättigung: offene Zellen halten Wasser; geschlossenzellige Einlagen oder Drainagekonzepte nutzen.

Kennzeichnung, Branding und Dokumentation

Branding ermöglicht eine dauerhafte Eigentums- und Funktionskennzeichnung, etwa Inventarnummern oder Sicherheitshinweise. IP-Angaben sollten nur angebracht werden, wenn die geprüften Konfigurationen mit der Serie übereinstimmen. Sinnvoll sind Hinweise zu Pflege und Dichtungswechsel, um die Schutzart langfristig zu erhalten.

Nachhaltigkeitsaspekte

Eine fachgerechte IP67-Auslegung erhöht die Lebensdauer von Gehäusen und Inhalt. Austauschbare Dichtungen, reparaturfreundliche Verschlüsse und medienbeständige Materialien reduzieren Folgekosten und Ressourcenverbrauch über den Einsatzzyklus.

Letzte Aktualisierung:

10.01.2026 um 17:27 Uhr

zuletzt bearbeitet von:

Markus Buescher