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Hohlkammerplatte

Hohlkammerplatten sind ein zentraler Leichtbau-Baustein im professionellen Koffer- und Behälterbau. In der Manufaktur der KKC Koffer GmbH am Standort in Stemwede-Levern werden sie als strukturgebende Flächen, Trennwände, Zwischenlagen oder funktionale Auskleidungen eingesetzt - abgestimmt auf spezifische Anforderungen in Demokoffern, Gerätekoffern, Muster- und Präsentationskoffern, Transportkoffern, Industriekoffern und Spezialkoffern sowie in Transportbehältern. In Kombination mit passgenauen Schaumeinlagen für Koffer, Aluminium Koffern, Kunststoffkoffern, dem X-PCK Rucksack Koffer und Lösungen wie dem mobilen Arbeits-Tisch im Koffer ermöglichen Hohlkammerplatten robuste, leichte und wirtschaftliche Aufbauten.

Definition: Was versteht man unter einer Hohlkammerplatte?

Unter einer Hohlkammerplatte versteht man eine meist aus Polypropylen (PP) gefertigte Doppelsteg- oder Stegplatte, deren zwei Deckschichten über parallel verlaufende Stege verbunden sind. Diese Sandwich-Geometrie erreicht eine hohe Biegesteifigkeit bei geringem Flächengewicht. Im Kofferbau dient die Hohlkammerplatte als leichtes, formstabiles Bauteil für Trenn- und Funktionswände, Einschübe, Dokumentenhalter, Deckel- und Bodenverkleidungen sowie als Träger für Beschriftungen und Branding. Typische Dicken liegen zwischen 2 und 10 mm, Flächengewichte häufig zwischen etwa 250 und 1200 g/m². Das Material ist unempfindlich gegen Feuchtigkeit, weitgehend chemikalienbeständig und lässt sich präzise zuschneiden, rillen, falzen und fügen.

Materialeigenschaften und Aufbau

Die statische Leistungsfähigkeit einer Hohlkammerplatte ergibt sich aus dem Abstand der Deckschichten (Plattendicke) und der Anzahl/Geometrie der Stege. PP als Werkstoff bietet eine günstige Kombination aus Zähigkeit, geringem Gewicht und guter Verarbeitung. Für spezielle Anforderungen stehen Varianten mit leitfähigen oder antistatischen Additiven (ESD), schwer entflammbaren Ausprägungen oder corona-/flammbeflammten Oberflächen zur besseren Bedruck- und Verklebarkeit zur Verfügung.

Vorteile im Koffer- und Behälterbau

Mit Hohlkammerplatten lassen sich modulare Innenarchitekturen entwickeln, die Belastbarkeit, Ordnung und Schutz vereinen - bei minimalem Mehrgewicht. Die KKC Koffer GmbH nutzt die Materialvorteile gezielt für B2B-Anwendungen:

  • Gewichtsvorteil: Leichte Trenn- und Funktionswände reduzieren die Gesamtmasse, vereinfachen Handling und Logistik.
  • Formstabilität: Hohe Biegesteifigkeit für großflächige Paneele, z. B. im Deckel von Aluminium Koffern oder als Zwischenböden in Transportbehältern.
  • Feuchte- und Chemikalienresistenz: Geeignet für anspruchsvolle Umgebungen in Werkstatt, Service und Industrie.
  • Sauberkeit: Glatte Oberflächen sind leicht zu reinigen - relevant u. a. für Koffer für Medizintechnik.
  • Adaptierbarkeit: Präziser Zuschnitt, Rillung und Falzung ermöglichen passgenaue Lösungen bis hin zu steckbaren Faltkonstruktionen.

Verarbeitung in der Manufaktur

Als spezialisierte Manufaktur für B2B Koffer konzipiert und fertigt die KKC Koffer GmbH Hohlkammer-Komponenten projektspezifisch. Typische Prozessschritte umfassen:

  • Zuschnitt: CNC-Sägen, -Fräsen oder Messerplotten für saubere Kanten und enge Toleranzen.
  • Rillen/Falzen/Nuten: Definierte Biegekanten für Falt- und Steckgeometrien, z. B. für Einschübe oder Klappen.
  • Fügen: Nieten, Verschrauben mit Einlegeteilen, Kleben (oberflächenvorbehandelt), Kunststoff-Schweißen je nach Anforderung.
  • Kantenbearbeitung: U-Profile, Kantenschutz, Abdichtungen - insbesondere bei häufigem Ein-/Ausbau.
  • Integration: Einpassen in Koffer von Aluminium- oder Kunststoffschalen, Kombination mit Schaumstoffeinlagen, Einbindung von Beschlägen.

Kombination mit Schaumstoffeinlagen

Hohlkammerplatten und Schaumstoffeinlagen ergänzen sich funktional: Platten schaffen Ebenen, Kammern und Trägerflächen; Schäume fixieren, polstern und führen. So entstehen mehrlagige Einbauten für Messgeräte, Elektrotechnik, Werkzeuge und Muster - geordnet, geschützt und eindeutig strukturiert.

Anwendungsfelder und Beispiele

Die Bandbreite reicht von einfachen Trennwänden bis zu komplexen Innenausbauten:

  • Demokoffer und Präsentationskoffer: Hohlkammer-Displays als leichte Träger für Exponate, Muster und Beschriftungen, optional mit Branding.
  • Gerätekoffer und Industriekoffer: Medienkanäle, Abdeckungen und Wartungsklappen in Hohlkammerbauweise, zugänglich und wartungsfreundlich.
  • Spezialkoffer für Messgeräte: ESD-angepasste Hohlkammerplatten als Ablagen und Leiter für antistatische Strukturen.
  • Koffer für Medizintechnik: Wischdesinfizierbare Flächen, hygienische Trennungen zwischen sterilen und unsterilen Zonen.
  • Koffer für Elektrotechnik: Kabelmanagement und modulare Steckfächer, farbcodiert über eingefärbte Platten.
  • Professionelle Koffer für Handwerker und Maschinen: Zwischenböden, Werkzeugtafeln, Dokumentenhalter und reißfeste Etikettenträger.
  • Transportbehälter: Leichte Zwischenlagen und Steckorganizer für Stapelgüter, Prüfteile und Baugruppen.

Bezug zu Produkten der KKC Koffer GmbH

Hohlkammerplatten sind mit zahlreichen Produktlösungen kombinierbar:

  • Koffer (Aluminium Koffer und Kunststoffkoffer): Innenverkleidungen, Trennsysteme, Deckelbretter, Bodenplatten.
  • X-PCK Rucksack Koffer: Ultraleichte Organisationsboards, modulare Fächer und Dokumentenlaschen.
  • Mobiler Arbeitstisch im Koffer: Ablage- und Geräteplatten, klappbare Leitflächen, Schutzblenden.
  • Transportbehälter: Rasterwände, Lagen-Trays und ausziehbare Zwischenböden.
  • Schaumstoffeinlagen: Verbundlösungen aus Hohlkammerträger plus konturgefrästem Schaumstoff.
  • Branding: Bedruckbare Flächen für Kennzeichnung, Piktogramme, Farbcodes oder Seriennummernfelder.

Konstruktionshinweise für Projektierer

Für dimensionierte und langlebige Lösungen lohnt ein strukturierter Ansatz:

  1. Dicke und Stegabstand wählen: Biegesteifigkeitsbedarf und freier Spannweiten berücksichtigen (Deckel-/Bodenplatten dicker auslegen als kleine Trennwände).
  2. Fügung bestimmen: Mechanische Verbindungen (Niet/Schraube) für wartungsfähige Baugruppen, Klebung/Schweißung für dichte, dauerhafte Verbunde.
  3. Kantenführung: U-Profile schützen Kanten gegen Stoß und Abrieb; Radien an Rillungen erhöhen Lebensdauer.
  4. Toleranzen: Hohlkammerplatten weisen material- und prozessbedingt geringe Dicken- und Planlagetoleranzen auf; Passungen darauf auslegen.
  5. Servicezugang: Klappen, Ausschnitte und abnehmbare Paneele früh einplanen, besonders bei Gerätekoffern und Spezialkoffern.
  6. Dokumentation: Eindeutige Kennzeichnung direkt auf der Platte (Druck/Label) unterstützt Instandhaltung und Qualitätssicherung.

Oberflächen, Farben und Branding

Die Oberfläche kann matt oder fein genarbt sein; beflammt oder koronavorbehandelt ist sie besser bedruck- und klebbar. Farben dienen der Funktionscodierung (z. B. Strom/Signal/Luft) und der klaren Zuordnung von Baugruppen. Für Branding kommen Direktdruck, Folienbeschriftung oder aufgesteckte Schilderträger in Betracht - zurückhaltend eingesetzt, unterstützen sie Sicherheit und Orientierung im professionellen Einsatz.

Sicherheit, Normen und Materialvarianten

Je nach Umfeld sind besondere Eigenschaften sinnvoll:

  • ESD/antistatisch: Für Elektrotechnik und Messgeräte können ableitfähige Platten Spezifikationen zu Oberflächenwiderstand erfüllen.
  • Brandschutz: Schwer entflammbare Ausprägungen unterstützen erhöhte Anforderungen; die konkrete Einstufung ist projektspezifisch zu prüfen.
  • Hygiene: Glatte, geschlossene Oberflächen erleichtern Reinigung; geeignete Reinigungsmittel vorher materialverträglich testen.
  • Regulatorik: Materialdeklarationen zu Inhaltsstoffen (z. B. in Bezug auf gängige Richtlinien) können projektbezogen bereitgestellt werden.

Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit

PP-Hohlkammerplatten sind recycelbar und aufgrund des geringen Gewichts ressourcenschonend in der Logistik. Langlebige, modulare Innenausbauten lassen sich über den Produktlebenszyklus anpassen - ein Vorteil bei Updates von Gerätestandards oder Musterprogrammen. Reparaturfreundliche Fügungen (z. B. Nieten/Schrauben) verlängern die Nutzungsdauer.

Praxis: Beispiele je Einsatzbereich

Demokoffer und Musterkoffer

Leichte Displays und Einschübe aus Hohlkammerplatten strukturieren Kollektionen, Sensorik-Demos oder Funktionsmuster. In Kombination mit Schaumstoffeinlagen entstehen definierte Präsentationsflächen und sichere Transporträume.

Gerätekoffer und Transportkoffer

Serviceklappen, Kabelkanäle und modulare Wartungsboards aus Hohlkammerplatten ermöglichen schnellen Zugriff im Feld - etwa bei Service-Handwerkern, IT-Dienstleistern oder Prüfunternehmen.

Industriekoffer und Spezialkoffer

Für Maschinenbau, Elektro-Anlagenbau und Klimatechnik werden robuste Trennsysteme und Dokumentationshalter realisiert; farbliche Codierung unterstützt die zügige Arbeit am Einsatzort.

Koffer für Medizintechnik, Elektrotechnik und Messgeräte

Hygienische, ESD- oder kalibrierfähige Setups lassen sich über geeignete Plattenqualitäten, präzisen Zuschnitt und klar beschriftete Flächen abbilden.

Mobiler Arbeits-Tisch im Koffer

Hohlkammerplatten dienen als klappbare Ablagen, Leitflächen und Abdeckungen. Für Moderatoren, Berater, Messeausrüster oder Monteure entstehen strukturierte Arbeitsbereiche mit geringem Gewicht und hoher Steifigkeit.

Qualitätssicherung und Prüfung

Maßhaltigkeit, Gratfreiheit und Kantenqualität sind entscheidend für Passgenauigkeit und Bedienkomfort. Projektbezogene Prüfpläne können die Funktionsanforderungen abdecken - etwa Belastungstests für Zwischenböden, Scharnierzyklen bei Faltelementen oder ESD-Messungen.

Technische Details im Überblick

  • Dicken: ca. 2-10 mm (projektspezifisch auch darüber hinaus möglich).
  • Flächengewicht: typischerweise 250-1200 g/m², abhängig von Dicke und Steggeometrie.
  • Bearbeitung: Sägen, Fräsen, Stanzen, Rillen, Falzen, Schweißen, Nieten, Kleben.
  • Farbe: natur, grau, schwarz, weitere Farbcodierungen projektabhängig.
  • Oberfläche: optional voraktiviert für verbesserte Haftung von Klebern und Druck.

Planung und Zusammenarbeit

Für passgenaue Lösungen empfiehlt sich die Bereitstellung von Bauteilgeometrien (z. B. CAD), Stücklisten und Nutzungsprofilen (Temperatur, Medien, ESD, Hygiene). Die KKC Koffer GmbH setzt diese Informationen in der Manufaktur in Stemwede-Levern in zugeschnittene Hohlkammer-Komponenten um, die mit Kofferschalen, Schaumstoffeinlagen, Transportbehältern und Branding stimmig zusammenwirken.

Letzte Aktualisierung:

24.02.2026 um 15:36 Uhr

zuletzt bearbeitet von:

Antje Egbert